VORBILD SEIN! ... - warum ? 1. Bei allem Streben nach Konsum, Karriere und privatem Glück – Kinder und Jugendliche orientieren sich (wieder) an Vorbildern! "Das war eine sehr große Überraschung für uns. In den vergangenen Generationen waren Vorbilder megaout", sagt der Siegener Erziehungswissenschaftler Prof. Jürgen Zinnecker, Leiter der Jugendstudie "Null Zoff & voll busy".
2. „Ich will kein Vorbild sein.“ nannte Paul Breitner einst seine Biografie. Als Buchtitel durchaus legitim bleibt es dennoch ein nicht erfüllbarer Wunsch. Denn Sportler, zumal prominente, sind Vorbilder, ob sie es wollen oder nicht. Das „Schicksal“, Vorbild zu sein, teilen Sportstars auch mit nicht so bekannten Sportlern, die „nur“ auf regionaler oder lokaler Ebene zu Ruhm und Ehren kommen und weiteren Aktiven im Umfeld des Sport(verein)s: Es wird angenommen, dass Trainer, Jugend- und Übungsleiter zumindest bei jüngeren Vereinsmitgliedern als Vorbild fungieren können. So genanntes „Lernen am Modell“ geschieht überwiegend über Nachahmung und „Identifikation des Beobachters mit dem durch eine andere Person vorgeführten Verhalten“ (vgl. HURRELMANN 1995).
3. Im Sportverein treffen viele Kinder und Jugendliche auf viele Vorbilder. Fast 50 Prozent (!) aller Kinder und Jugendlichen (bis 18 Jahre) sind Mitglied in einem Sportverein. Der Sportverein ist damit mit großem Abstand die Nummer 1 unter den Jugendorganisationen. Außer der Schule findet man weit und breit keine andere Institution, wo sich mehr Heranwachsende treffen.
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